Poesie & Prosa

Mit Gefühlen spielen, in einer Intensität, wie es kein Sterblicher jemals nachahmen könnte. Mühelos werden die Einsamen noch einsamer und Gemeinschaftsgefühle übertrieben. ..Es ist ihre unbeständige Art, die die Menschen zurück in den Alltag treibt. Sie zeigt alle ihre Gesichter. Viele, viele Gesichter mit durchdringendem Blick und dunklen Schatten unter den müden Augen.
In einem kleinen Wasserloch, nicht viel größer als ein Planschbecken, paddle ich vor mir hin. Von außen unsichtbar, ragt das Wasserbecken kilometertief. Eine dünne Leiter, mit brüchigen Sprossen, als einzige Möglichkeit zu entkommen. Das trübe Wasser, verdreckt und vergiftet, steht mir bis zum Hals. Eben noch auf der untersten Stufe der Leiter gestanden, ist sie abgebrochen und ich drohe zu Ertrinken.
Schätzend, liebend, küssend verstehen mit dir zusammen, statt auseinander gehen Auch dafür gibt es eine Frist denn was wenn für immer nur bis morgen ist?
Dennoch bist du besessen von mir. Und ja, ich kanns verstehen. Lass die Erinnerung zu wenn du dich traust. Und erkenne, dass alles was ich bin, alles ist was du brauchst. Gern geschehen
Kinderglück so sagt man: Die größte Liebe, dein ganzes Herz, bereiten sie dir den tiefsten Schmerz.
Das flaue Gefühl in meinem Magen, lässt sich fast nicht mehr ertragen. Es lässt Farben tanzen, Höhen tiefer und Tiefen höher werden. Macht das Sinn? Keinen. Wobei, kommt darauf an von welcher Realität wir ausgehen.
Depressive Scheiß Dreckskacke.
Ein letztes Gebet wird gesprochen. Meine Oma fordert mich versteckt dazu auf, meinen Bruder aufzuwecken, damit wir uns ordentlich neben sie stellen und die Hände zum Gebet falten. Ihm fallen ständig die Augen zu und ich habe noch nie mit so offenen Augen am Gottesdienst teilgenommen, denke ich mir und muss ein wenig schmunzeln.
Und dennoch! Die Vorstellung vom ewigen Nichts, ist ein Kuss für meine Seele. Befreit aus diesem irdischen Gefängnis. Keine weiteren Probleme.
Ich sehe ihr direkt in ihre leuchtenden Kinderaugen und ziele mit der Waffe auf die Eiswaffel. Die Patrone zerfetzt das Foto und knallt mit riesigem Krach in die Wand. Das ohrenbetäubende Geräusch hat mich aufgeweckt, ich fühle mich wieder in der Realität angekommen. In dem Moment, in dem die Kugel in die Wand eingeschlagen ist, hat das entfremdete Gefühl nachgelassen und mein Körper und Geist sind wieder zu einer Einheit geworden.

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