Ich schreib für Leute, die denken sie wären allein. Für alle, die denken sie hätten keine Persönlichkeit, oder zwei, oder drei, bei manchen sinds vier verschiedene Stimmen, auf die sie hören.
Die Hölle ist kein fester Ort. Sie ist eine beschissene Stimme in mir drin.
Diese Traurigkeit, sie hat kein Gesicht, sie hat keinen Ton. - Woran du sie erkennst? An einem dunklen Schleier, einem kalten Luftzug, Gänsehaut und trockenen Tränen. Es ist kalt.
Wer waren diese Menschen, frage ich mich bis heute. Mussten ja was Besonderes sein, diese Leute. Dass ich mich aufgegeben habe, um mit ihnen zu sein und verkauft, um dabei zu bleiben. Interessierte sich irgendwer für mich? Mochten sie sich? Heute weiß ich, sie kannten sich nicht. Denn hätten sie sich gekannt, hätten sie sich keine Freunde genannt.
Mit Gefühlen spielen, in einer Intensität, wie es kein Sterblicher jemals nachahmen könnte. Mühelos werden die Einsamen noch einsamer und Gemeinschaftsgefühle übertrieben. ..Es ist ihre unbeständige Art, die die Menschen zurück in den Alltag treibt. Sie zeigt alle ihre Gesichter. Viele, viele Gesichter mit durchdringendem Blick und dunklen Schatten unter den müden Augen.
In einem kleinen Wasserloch, nicht viel größer als ein Planschbecken, paddle ich vor mir hin. Von außen unsichtbar, ragt das Wasserbecken kilometertief. Eine dünne Leiter, mit brüchigen Sprossen, als einzige Möglichkeit zu entkommen. Das trübe Wasser, verdreckt und vergiftet, steht mir bis zum Hals. Eben noch auf der untersten Stufe der Leiter gestanden, ist sie abgebrochen und ich drohe zu Ertrinken.
Schätzend, liebend, küssend verstehen mit dir zusammen, statt auseinander gehen Auch dafür gibt es eine Frist denn was wenn für immer nur bis morgen ist?
Dennoch bist du besessen von mir. Und ja, ich kanns verstehen. Lass die Erinnerung zu wenn du dich traust. Und erkenne, dass alles was ich bin, alles ist was du brauchst. Gern geschehen
Ich hätte es selbst nie für möglich gehalten, aber ich fühle mich befreit, allein und vollkommen. Wie oft habe ich gebetet, geweint und gefleht, dass ich Ruhe und Ausgeglichenheit in mir tragen möchte? Wie oft habe ich diese abstrakte Vorstellung vom allein zurechtkommen, in meinem Kopf angehimmelt? Dabei hatte ich doch keine Ahnung wie das konkret aussehen soll. Eine billige Nachmache von dem was ich bei Menschen, die ihr Leben „im Griff haben“, gesehen habe. Aber es ist ganz anders gekommen.
Erst im zweiten Augenblick erkannte ich dich, hinter der erbärmlichen Gestalt, die vor mir stand. Auf einmal sah ich nicht mehr den betrunkenen, gewalttätigen Tyrann vor mir, als den du dich mir, vor noch nicht einmal einer Woche, gezeigt hast. Nein, ich sah ein mitleiderregendes Würstchen vor mir stehen, das mich vom ersten Blick an, hilfsbedürftig um Rettung anflehte.

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