Destruktivität.

Hat nicht jeder manchmal dieses irre Verlangen das Feuer anzufassen? Woher will man sonst wissen was es bedeutet sich zu verbrennen?

 

Nein, du weißt genau wie es sich anfühlt, du hast den Schmerz nicht nur kennengelernt, sondern dich selbst auf die Probe gestellt. Wie lange kannst du ihn aushalten bis er dich zerfrisst? Wie viel Leid kannst du ertragen? Wie tief ist der Abgrund, vor dem du stehst? Deine Antwort? Du weißt es nicht.

Warum Liebling, warum immer wieder? Was macht deine Begierde aus? Ist es das Kitzeln in den Fingerspitzen beim Gedanken hinzufassen? Ist es das Herzklopfen bei der Erinnerung an den Schmerz? Ich helfe dir auf die Sprünge, nimm deinen ganzen Mut zusammen und sieh in den Spiegel! Du trägst die Narben mit Stolz, die Geschichten dahinter erzählst du mit Scham.

 

 

Es ist die Sehnsucht nach den Dingen, die dich letztendlich zerstören werden.

 

Du sehnst dich nach Erfahrung, als Entschädigung für die verlorene Zeit. Du forderst das Feuer heraus, als Ausgleich für die Leere in dir. Du lechzt nach Liebe, doch verwechselst Hingabe mit Aufgabe. Du forderst den Schmerz, um dein Gewissen zu befriedigen. Du verlangst nach mir, um dich selbst nicht zu spüren.

 

Lass mich dir sagen, zwar hast du dich verloren, aber du bist nicht verloren.

 

Der letzte Funke Elan ist es, der dich am weitesten bringt im Leben. Aber wie will jemand erwarten, dass du dich zusammenreißt, wenn es dich innerlich auseinander reißt?

Oh du mein Liebling, verrate mir ein Geheimnis. Nein, verrate mir sieben.

Woher nimmst du die Kraft morgens aufzustehen?

Woher nimmst du die Stärke weiterzumachen?

Woher nimmst du die Liebe, die du schenkst?

Woher nimmst du die Zeit, dich in Geduld zu üben?

Woher nimmst du die Lebensfreude, ohne das Leben zu spüren?

Woher nimmst du die Hoffnung, auf ein besseres Morgen?

Woher nimmst du den Antrieb von vorne zu beginnen?

 

Sag mir was dich bedrückt, sag mir was du begehrst, nicht im Allgemeinen, sondern im Hier und Jetzt. Doch vor allem sag mir warum.